Von Nordenau nach Nesselbach

Blick von der Astenstraße auf Nordenau

Mit der Kamera unterwegs im Schmallenberger Sauerland

Anreise mit dem Pkw zum Parkplatz in 57392 Nordenau (GPS-Eingabe: N51°10’34″ E8°25’28″)

Tourbeschreibung

Landwirtschaft im NesselbachtalAn der Wandertafel kurz der Astenstraße folgen. An der Drift scharf links und dann scharf rechts abbiegen und den Heerhagen östlich passieren und wenige Meter hinter dem Bildstock St. Antonius nach rechts auf den Sauerland-Höhenflug abbiegen. Auf der Helle hinter dem Bildstock St. Wendelin nach links zum Kleinen Bildchen abbiegen. Vom Kleinen Bildchen weiter an der Roland-Hütte vorbei zum Ingrid-Kreuz. Von hier noch einmal den wunderschönen Blick ins Nesselbachtal und den Heerhagen genießen. Das Wegkreuz Ingrid-Kreuz ist leider Schiefergrube Hellebergnicht mehr vorhanden. Am Wanderwegweiser Ingrid-Kreuz rechts an dem Wasserbehälter vorbei, bis zur nächsten Kreuzung. An der Kreuzung rechts leichter Abstieg bis zum Berggasthof Sonnenhof. Die Teerstraße hinunter; erster Weg rechts rein zur stillgelegten Schiefergrube Helleberg. Den Weg geradeaus weiter bis zum Rastplatz zur Grube an der Astenstraße. Der Straße folgen bis zum Talweg. Rechts über den Talweg zum Heilstollenweg. Über die Alte Heerstraße am Skilift und am Kurpark vorbei zur Burgruine Rappelstein und zum Ausgangspunkt.

Nordenau

Ortseingang NordenauDer Luftkurort ist ein Ortsteil von Schmallenberg und liegt auf einem Bergsattel zwischen 600 und 800 m ü. N.N. oberhalb des Nesselbachtals rund zwei Kilometer nördlich von Westfeld. Die fünf angrenzenden Orte sind Nesselbach, Lengenbeck, Inderlenne, Westfeld und Ohlenbach. Um 1200 wurde die Burg Norderna von den Edelherren von Grafschaft an der alten Heidenstraße erbaut. In einem Gerichtsstreit erwähnte man 1513 erstmals die Siedlung Nordenau. Am 3. März 1765 genehmigte das Generalvikariat in Köln den Bau einer Blick auf NordenauKapelle. Diese wurde innerhalb eines Jahres im Renaissancestil unterhalb der verfallenen Burg errichtet und 1925 abgerissen. Im selben Jahr erbaute man an gleicher Stelle die heutige St.-Hubertus-Kirche. Sehenswert ist der kunstvoll und figurenreich ausgestattete Hauptaltar. Seit 1866 baute man in den Nordenauer Gruben Brandholz I und Brandholz II Schiefer ab. Am 1. Januar 1975 wurde Nordenau mit der Gemeinde Oberkirchen, zu der es bis dahin gehörte, in die Stadt Schmallenberg eingegliedert. Die Grube Brandholz I musste 1980 den Abbau wegen Hauptaltar Kirche St. HubertusErschöpfung der Lagerstätte einstellen. Im Jahr 1992 wurde der Schieferbergbau komplett eingestellt. Der letzte Grubenhunt erreichte am 28. Februar 1992 das Tageslicht. Der kleine Ort mit alten, teilweise über 200 Jahre alten Fachwerkhäusern wird gekrönt von der Ruine des Bergfrieds der Burg Rappelstein, die einst Wanderern, Kaufleuten und Kriegern, die über die alte Heidenstraße, die hier über den Höhenrücken des Rothaargebirges führte, Schutz bot. Hauptanziehungspunkt für Besucher ist der Nordenauer Heilstollen Brandholz mit über 100.000 Besuchern im Jahr.

Burg Rappelstein

Aufstieg zur Ruine RappelsteinDie Ruine der Burg Rappelstein liegt auf einem Felsen, dem so genannten Rappelstein, im Ortszentrum von Nordenau. Die Burg Nordenau, deren ursprünglicher Name Burg Norderna war, wurde von den Edelherren von Grafschaft an der alten Heidenstraße um 1200 erbaut. Das Adelsgeschlecht von Grascap, so der damalige Name, besaß nach Volksüberlieferungen vermutlich bereits um 1000 auf dem Wilzenberg bei Grafschaft eine Wallburg. Nach dem Bau der Burg verlegten die Edelherren von Grafschaft auch ihren Stammsitz nach Nordenau. Als erbliche Schirmvögte des Klosters Grafschaft übten sie jedoch noch weiterhin die Burgruine RappelsteinVogteigewalt über das Gebiet um Grafschaft aus. Die Burg Nordenau lag als höchste Burg Westfalens an einer taktisch bedeutsamen Stelle. Die Grafschafter Edelherren und Brüder Kraft und Widekind von Grafschaft veräußerten am 14. Februar 1298 die Burg an den Grafen Otto von Waldeck. Anschließend gab Otto ihnen die Burg als Lehen unter Auflagen zurück. Es gab bedeutsame Kämpfe um die Burg. Die Festung wurde dabei zeitweilig belagert. Im Jahr 1364 einigte man sich. Nachfolgend wurde die Burg Gesamteigentum des Kölner Erzbischofs und des Waldecker Grafen.

Heidenstraße

Blick über die Asten- und die Alte HeeresstraßeDie Heidenstraße war eine über 1000 Jahre alte und rund 500 Kilometer lange Heer- und Handelsstraße, die auf einem direkten Weg von Leipzig über Kassel nach Köln führte. Anderenorts wurde die ab dem 8. Jahrhundert genutzte Straße auch „Köln-Kassler-Landstraße“ oder „alte Landstraße“ genannt. Auf dieser Straße zog vermutlich Kaiser Otto III. im Jahre 1000 vom Osten kommend nach Aachen. In Oedingen und Elspe fertigte er eine Urkunde aus. Wie die Heidenstraße zu ihrem Namen kam, ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Eine Erklärung könnte möglicherweise daher kommen, dass die Christianisierung von Köln her Die Altes Heerestraße in Richtung Burgruineentlang dieser Straße durchs Sauerland erfolgte. Das spätere kurkölnische Sauerland und Sachsen waren zur damaligen Zeit Missionsgebiete. Die Heidenstraße führte von Leipzig, wo die Straße eine zusätzliche Verbindung nach Breslau und Thorn hatte, über das Eichsfeld weiter nach Kassel. Die Strecke verlief dann durch Korbach und die Sauerländer Orte Medebach, Winterberg, Nordenau, Westfeld, Oberkirchen, Winkhausen, Gleidorf, Schmallenberg, Wormbach, Werntrop, Bracht, Elspe, Grevenbrück, Attendorn, Grotewiese und Meinerzhagen. Der Heidenstraße folgend gelangte man dann über Marienheide und Wipperfürth nach Köln. Wegen ihrer Anbindung war die Heidenstraße im Mittelalter die wichtigste Straße für das Sauerland.

Nesselbach

Landwirtschaft im NesselbachtalDer Schmallenberger Ortsteil Nesselbach liegt etwa drei Kilometer nördlich von Nordenau an dem Nesselbach. Weitere benachbarte Orte sind Rehsiepen und Altastenberg. Die nach dem gleichnamigen Bach benannte Siedlung wurde 1830 gegründet. Die Brüder Schauerte errichten dort zwei Häuser. Die Familie Schäpes errichtete 1850 ein weiteres Haus in Nesselbach. Das Haus der Familie Struck brannte zweimal ab. Am 1. Januar 1975 wurde Nesselbach mit der Gemeinde Oberkirchen, zu der es bis dahin gehörte, in die Stadt Schmallenberg eingegliedert.

Wegpunkte Rundwanderung von Nordenau nach Nesselbach

Route Rundwanderung von Nordenau bis Nesselbach

WP01   N51°10.5635 E008°25.5044,   Wandertafel Nordenau
WP02   N51°11.0304 E008°25.5254,   Bildstock Heiliger Antonius
WP03   N51°11.3625 E008°25.5608,   Bildstock Heiliger Wendelin
WP04   N51°11.5756 E008°25.2612,   Bildstock Kleines Bildchen
WP05   N51°11.7274 E008°25.9328,   Ingrid-Kreuz
WP06   N51°11.5644 E008°26.0183,   Berggasthof Sonnenhof
WP07   N51°11.4611 E008°25.8284,   Schiefergrube Helleberg
WP08   N51°10.8605 E008°25.8290,   Rastplatz zur Grube
WP09   N51°10.8957 E008°25.9979,   Alte Heeresstraße
WP10   N51°10.5168 E008°25.5240,   Burgruine Rappelstein

Route Rundwanderung von Nordenau nach Nesselbach (gpx)
Fotoalbum Rundwanderung von Nordenau nach Nesselbach (Flickr)

Über Dieter

Nach fast 50 Jahren Berufstätigkeit seit dem 1.10.2012 im Ruhestand. Meine freie Zeit verbringe ich mit Fotografieren, ehrenamtlicher Web-Administration, Desktop Publishing, Digitalisierung von Fonts, Digitalisierung von Hörspielen usw. Daneben interessiere ich mich für Theater und für Kunstgeschichte sowie Geschichte allgemein.
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