Mein Fototagebuch

Header mit Schriftzug Mein Fototage und Druckerwappen

Warum ein Fototagebuch schreiben?

Die Fotografie ist ein überaus vielfältiges und schönes Hobby – nicht erst seit dem digitalen Zeitalter. Bei allen technischen Aspekten der Fotografie will ich aber das Wesentliche nicht aus den Augen verlieren: Es geht um Bilder. Ich mache Erinnerungsfotos von besonderen Ereignissen, sammle Naturmotive und begeistere mich für die Bauwerke und die Architektur in meiner Region.

Aus meiner Sicht spricht nichts dagegen, spontan und ohne jeden Hintergedanken zu „knipsen“. Wer aber scharf nachdenkt, wird hinter dem Impuls die Kamera einzuschalten eine Absicht entdecken. Wahrscheinlich haben Sie etwas schön, spannend, aufregend oder lustig gefunden, und Sie wollen es festhalten, um es anderen zu zeigen. Vielleicht genießen Sie auch das Lob und die Anerkennung, die Sie durch ihre Bilder erfahren.

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Stadtrundgang Herford

Fassadenbild Sanctae Herfordiae portae qae appellatur Deichtor 1745

Vom Steintor zur Marienkirche auf dem Stiftberg

Damenstift HerfordIn günstiger, wirtschaftlich und militärisch nicht unwichtiger Verkehrslage gelegen, entstand um 800 das bedeutende Frauenstift Herford, dessen Bedeutung weit über die Region hinausging. Im Jahre 823 unterstellte Kaiser Ludwig der Fromme das Kloster seinem persönlichen Schutz. Der Kaiser übertrug der Abtei weitere Güter, die nun eng mit dem Kloster Corvey verbunden blieb. Bald darauf entwickelte sich auch eine Kaufmannssiedlung. Es wird angenommen, dass 833 Ludwig der Fromme dem Kloster Herford das Markt-, Münz- und Zollrecht verlieh. Besonders die Ottonen waren Herford eng verbunden: Mathilde, die Ehefrau Heinrichs I., war hier Damenstifterzogen worden; 926 wurde das Kloster während des Ungarnsturms zerstört und anschließend mit königlicher Unterstützung neu aufgebaut. Otto der Große bestätigte 973 Markt- und Zollrechte; mit dem bestätigten Marktprivileg gehörte Herford zu den ältesten Märkten in Deutschland. 1011 gründete die Äbtissin Godesdiu auf der Grundlage einer Marienerscheinung (Herforder Vision, datiert etwa in der Mitte des 10. Jahrhunderts, diese Vision gilt als früheste Marienerscheinung nördlich der Alpen) vor den Toren der Stadt das Stift auf dem Berge als Ausbildungsstätte für die Töchter des niederen Adels, das sich zum Wallfahrtsort entwickelte.

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Vlotho

Schwebender Taufengel St. Stephanskirche

Beschaulicher Luftkurort im Ravensberger Land

Stadtportrait

Fährhafen10 Kilometer südlich der Porta Westfalica entstand vor Jahrhunderten an der Mündung des Forellenbaches in die Weser an einer Furt eine Bauern- und Fischersiedlung, die im 14. Jahrhundert Vlothe (Fluss) hieß. 1100 lebten etwa dort, wo jetzt die Weserbrücke die Bahnlinie überquert, in der Wasserburg Schune die Herren von Vlotho. Als der letzte dieses Geschlechtes 1214 starb, kam die Herrschaft an die Grafen von Ravensberg. Um 1250 erhielt der kleine Ort das Stadtrecht. Im Jahre 1368 wurde die Stadt durch Mindener Truppen zerstört und sank danach für lange Zeit zu einem unbedeutenden Flecken herab. Trotz der Wirren des Lange StraßeDreißigjährigen Krieges erfolgte nach 1600 ein neuer Aufstieg. 1650 erhielt Vlotho, das nunmehr zu Brandenburg gehörte, wieder das Marktrecht und wuchs dank der damals gegründeten Schiffergilde so schnell, dass 1687 bereits 220 Bürgerstätten gezählt wurden. 1720 ließ Preußen den ersten regulären Ausladeplatz für den Schiffsverkehr in Vlotho anlegen, der seine Blüte um 1789 hatte. Damals gab es mehr als 400 Weserschiffe, die in Vlotho beheimatet waren. Zu dieser Zeit hatte Vlotho mit 1.350 Einwohnern immerhin halb so viele Bürger wie Bielefeld. Erste Fabriken, vor allem der Zigarren- und Zuckerindustrie, entstanden im 19. Burg VlothoJahrhundert. Heute erinnern nur noch Teile alter Fabrikanlagen an diese einstmals für die Stadt bedeutenden Erwerbszweige. Eisenbahnanschluss erhielt Vlotho 1875. 1928 wurde die bisherige Fähre durch eine Weserbrücke ersetzt. Die Brücke musste 1981 wegen Baufälligkeit der heute vorhandenen Brücke weichen. Das Tal des Forellenbaches wird von den Vlothoer Bergen eingeschlossen. Im Osten erhebt sich über dem Winterberg der 300 m hohe Ruschberg, im Westen die Ebenöde (237 m), als deren Ausläufer der steil aufsteigende Amtshausberg, der mit fast 150 Metern Höhe die historische Altstadt beherrscht. Seinen Namen hat der Amtshausberg nach dem Wohnsitz des Amtsmannes oder Drosten.

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Stadtrundgang Marburg

Historisches Rathaus

Von der Elisabethkirche zum Landgrafenschloss

Universitätsstadt Marburg

Kreuzung der Elisabethstraße mit der DeutschhausstraßeDie alte, von jeher durch den letzten Aufenthalt, Tod und Begräbnis der Heiligen Landgräfin Elisabeth von Thüringen berühmte Stadt, liegt krumm, schief und buckelig unter einer alten Burg, den Berg hinab. So urteilte vor mehr als 200 Jahren der Marburger Professor Johann Heinrich Jung-Stilling über die Stadt an der Lahn und rühmte gleichzeitig, dass die Umgebung der Stadt schön und sehr angenehm sei. Durch Jahrhunderte hindurch nahezu unverändert in ihren wesentlichen Bestandteilen, erhebt sich die Häuserkulisse der Altstadt mit dem Marburger Schloss als Stadtkrone und der Elisabethkirche über dem Lahntal. Diese Altstadt gibt Marburg das charakteristische Aussehen und ist Marburgs Touristenattraktion.

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Werra-Burgen-Steig Hessen – Abschnitt 11

Tannenburg

Von Holzhausen zur Tannenburg

Anreise

Anreise mit dem Pkw zum Marktplatz in 36214 Nentershausen (Navi-Eingabe: N51°00’46″ E9°56’02″). Von dort mit dem Bus 260 nach Wilhelm-Leuschner-Straße, Sontra. Umsteigen in Bus 250 nach Nesselröden Raiffeisen, Herleshausen.

Tourbeschreibung

Werra-Burgen-Steig Hessen Wanderportal HolzhausenDer Abschnitt ist 16 km lang. Unmittelbar vor der Toreinfahrt zum Hotel folgen Sie dem Wegeverlauf nach rechts und gleich drauf nach links vorbei an einigen Wirtschaftsgebäuden. Zur Rechten fällt ein ansehnliches Fachwerkgebäude mit Turm ins Auge. Ein paar Schritte weiter halten Sie sich an der Weggabelung links und wandern auf dem befestigten Weg mit Blick über Wiesen und Felder sanft aufwärts. Auf der Höhe und damit am Waldrand angekommen, gehen Sie weiter geradeaus und wandern auf dem eben verlaufenden breiten Forstweg rund 1,6 km durch den Wald. Nachdem Sie diesen verlassen haben, folgen Sie der Markierung in einen  Wiesengrund. Gegenüber einem Trafohaus zweigt ein Weg nach links ab, kurz nach dem Überqueren eines Baches stehen Sie vor der Bundesstraße B400.

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Werra-Burgen-Steig Hessen – Abschnitt 10

Gestüt Altefeld

Von Rittmannshausen nach Holzhausen

Anreise

Anreise mit dem Pkw zum Parkplatz an der Haltestelle Nesselröden Raiffeisen, 37293 Herleshausen (Navi-Eingabe: N51°01’26″ E10°06’37″). Weiter mit Bus 250 bis Wichmannshausen Mitte, Sontra. Dort umsteigen in Bus 240 nach Datterode Marktwert, Ringgau. Von dort mit AST 240 bis zum Abschnittsbeginn Rittmannshausen, Ringgau (Anruf-Sammel-Taxi Tel. 03691-733910 Anmeldung mind. 30 Min vor Abfahrt).

Tourbeschreibung

Wanderportal RittmannshausenDer Abschnitt ist 10 km lang. Entlang der durchs Dorf verlaufenden Bundesstraße B7 gehen Sie an einer Bushaltestelle vorbei und biegen dann rechts in die Straße Schalkenberg ab. Die Straße geht in einen Feldweg über, führt an einem Grillplatz vorbei und leicht ansteigend in den Wald. An der baldigen T-Kreuzung schwenken Sie nach links und halten sich nach etwa 75 m wieder rechts. Bald darauf gabelt sich der Weg und das Zeichen X5 H weist Sie links den Berg hinunter bis zu einem Feldweg. Diesem folgen Sie ein kurzes Stück nach links, Sie stoßen dann auf einen asphaltierten Wirtschaftsweg, über den Sie nach Lüderbach (Schloss Lüderbach) gelangen. An der ersten Kreuzung im Ort halten Sie sich links, wandern an der Kirche vorbei und Ortseingang Lüderbachbiegen an der Durchgangsstraße (Bushaltestelle Altefelder Straße) nach rechts ab. An einer Schutzhütte geht der Weg Am Rain nach links ab, dann halten Sie sich am Haus Nr. 2 gleich wieder rechts. Sie wandern dicht am Dorfrand entlang bis zu einem einzelnen Haus, an dem Sie links auf den befestigten Weg abbiegen. Nach ca. 150 m heißt es erneut sich links halten, dann wird ein breiter Wirtschaftsweg gequert, um dem weiter ansteigenden Feldweg zu folgen. Am Ende des Feldweges halten Sie sich auf den querenden Weg links und wandern links der Hecke eine Wiese hinauf. Auf der Höhe angekommen, kann der Blick ungehindert über die weiten Wiesen und Felder schweifen. Es geht weiter geradeaus, vorbei an einer großen Blick auf LüderbachFeldscheune und bald leicht abwärts. Der Weg macht einen Linksbogen und führt am Bächlein nach links in das Dorf Altefeld. Über die Heidelbergstraße kommen Sie zur St.-Georg-Straße (Durchgangsstraße), in die Sie nach links einbiegen. Nur wenige Schritte sind es bis zur Kirche und der Bushaltestelle. In Altefeld müssen Sie sozusagen vom Werra-Burgen-Steig Hessen „aussteigen“, da es hier keine Übernachtungsmöglichkeit mehr gibt! Das nur wenige Schritte entfernt liegende Hotel St. Georg hat den Betrieb eingestellt. Als Gastgeber steht Ihnen aber „Der Teichhof“ im rund 8 km entfernten Dorf Grandenborn zur Verfügung – Der Inhaber holt Sie gerne ab und bringt Sie am nächsten Tag wieder zum Ausgangspunkt Wanderportal „Werra-Burgen-Steig Hessen“ in Altefeldzurück! Vorbei an Kirche und ehemaligem Hotel, verlassen Sie die Straße St. Georg kurz nach der Kurve und wechseln nach links auf den am Waldrand entlang führenden Weg. An der Kreuzung führt der Weg zunächst nach rechts bergab, nach etwa 80 m müssen Sie sich dann erneut rechts halten, um dem Pfad weiter abwärts bis zu einem Weg zu folgen. Hier setzen Sie die Wanderung nicht auf dem Weg fort, sondern steigen halb links den steilen Pfad hinunter. Nach dem Verlassen des Waldes erreichen Sie Markershausen. Im Ort passieren Sie eine mit Holzschindeln verkleidete Kirche und gelangen zur Durchgangsstraße (Brandenfelsstraße), der Sie geradeaus in Richtung Nesselröden folgen. Links von Ihnen Wanderportal Markershausenerstreckt sich eine parkähnliche Anlage mit prächtigem Wohnhaus – das ehemalige Rittergut Markershausen. Nach der Bushaltestelle zweigt links die Straße Tonkaute ab. Hier hinauf führt Sie der Weg am Friedhof sowie einiger Felder entlang bis auf eine Anhöhe, die von einer Sitzbank „gekrönt“ wird. Direkt vor der Bank biegen Sie auf den Weg nach rechts ab und folgen ihm für ca. 150 Meter. In der Kurve verlassen Sie den Weg nach rechts und wandern zum nahen Waldrand, wo ein steil ansteigender Pfad hinauf in den Wald führt. Nach gut 200 Meter verlassen Sie den gut sichtbaren Pfad und schwenken nach rechts auf einen sehr schmalen naturbelassenen Pfad, der mitunter etwas schwer auszumachen ist und ein wenig Ende Abschnitt 10 (X5 H)Trittsicherheit erfordert. Nach etwa 70 m erheben sich vor Ihnen die Mauerreste der Ruine Brandenfels. Vor der Ruine biegt der jetzt wieder bequem zu laufende Pfad nach links weg. An der folgenden Weggabelung halten Sie sich rechts, nach ca. 200 m dann auf dem Weg links und erreichen in Kürze eine Kreuzung. Erneut biegen Sie  nach links ab, der Weg führt bis zum Waldrand beständig sanft abwärts und trifft hier an eine Kreuzung. Sie wählen den ganz rechts abzweigenden Weg, der Sie nach dem Queren der Landstraße entlang des Ortsrandes von Holzhausen zur 1915 erbauten Dorfkirche führt. Parallel des gepflasterten und von Bäumen flankierten Zufahrtsweg wandern Sie zum Landhotel Hohenhaus, einem ehemaligen Rittergut aus dem 16. Jh.

Lüderbach

GrabpyramideEbenso wie Rittmannshausen wird Lüderbach 1195 in der Urkunde des Klosters Germerode zuerst erwähnt. Das Stift hatte hier durch Schenkung umfangreichen Besitz erhalten. Ein Teil davon kommt im Jahr 1445 über das Augustinerkloster in Eschwege an das Geschlecht der Treusche von Buttlar. Diese verkaufen das Schloßgut 1619 an den Kanzler Reinhard Scheffer den Jüngeren und dessen Bruder Heinrich Ludwig Scheffer. Bereits kurze Zeit später heiratet der Oberhofmarschall Johann Wilhelm von Capella Christina, eine Tochter des Kanzlerbruders und bringt sich so in den Besitz eines Teils des Rittersitzes. 1627 kann er Die Kirche in Lüderbach wurde zwischen 1329 und 1445 als Wehrkirche erbautauch den restlichen Teil erwerben. Johann Wilhelm von Capella stammte aus Oberösterreich und wanderte – sicherlich aus Glaubensgründen – nach Hessen aus. Bereits nach der dritten Generation stirbt dieses Adelsgeschlecht im Jahr 1779 mit Adam Friedrich von Capella aus. Zusammen mit seiner Schwester wurde er in der heute noch erhaltenen Totengruft auf dem Kirchberg vor dem Dorf beigesetzt. In der Zeit der von Capella entstand das Vorwerk Lüstefeld, benannt nach einem Stammsitz in Österreich. Der Lüderbacher Besitz fällt danach an die Schefferschen Erben zurück und gelangt später in Privatbesitz. Bekannt ist Lüderbach auch wegen seines Spätgotischer Beweinungsaltarschönen geschnitzten Flügelaltars aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts. Seine Erhaltung verdanken wir dem Umstand, dass das Patronat über die Pfarrei bei Sachsen geblieben war. Die Bevölkerung blieb somit lutheranisch und nahm die Verbesserungspunkte des Landgrafen Moritz nicht an. Somit blieb ihr auch sein Bildersturm erspart. Die Kirche wurde zwischen 1329 und 1445 als Wehrkirche erbaut, ein Umbau erfolgte 1837/38 durch Landbaumeister Johann Friedrich Matthaei. Die Kirche verfügt über einen gut erhaltenen, spätgotischen Flügelaltar,  der um 1500/1520 entstanden ist.  Der Altar zeigt die Beweinung Christi, die 12 Apostel und Schloss Lüderbachweitere Heilige. Die Kirche ist Station eines Pilgerwegs. Die Lüderbacher Kirchengemeinde ist die einzige evangelisch-lutherische im Kirchenkreis Eschwege. Durch seine geschützte Lage bot der Ort eine gute Siedlungsmöglichkeit. Zwei kleine Bäche gaben reichlich Wasser und trieben sogar vier Mühlen, wovon die älteste bereits 1451 erwähnt wird. Nördlich des Dorfes befindet sich auf dem sogenannten Kirchberg die Grabpyramide der Familie von Capella aus dem Jahr 1776. In ihr sind die letzten beiden Mitglieder der Familie, Friederica von Cornberg und Adam Friedrich von Cappela, begraben, die 1776 und 1779 gestorben sind.

Border Observation Point India

Border Observation Point IndiaGemäß Londoner Protokoll vom 12.09.1944 wurde Deutschland in Besatzungszonen aufgeteilt. Die Sicherung der jeweiligen Zonengrenzen wird 1945 von den Armeen der Sieger übernommen. Im Februar 1946 wurde auf hessischer Seite eine eigene Grenzpolizei formiert, die in Hessen zusammen mit den Amerikanern die Kontrollen durchführten. Später beschränkte sich die Verantwortlichkeit der amerikanischen Streitkräfte auf Beobachtungsaufgaben und die Border Observation Point IndiaWahrnehmung von Präsenzpflichten. Ab 1948 haben die drei Squadrons des 11th Armored Cavalry Regiment (Panzeraufklärungsregiment) die Grenzüberwachung in einem Gebiet von Eschwege bis Coburg durchgeführt. Der Border Observation Point „India“ auf dem Sohlberg in Lüderbach war seit den 60er Jahren bis zum Zusammenbruch der DDR 1989 eine wichtige Beobachtungsstation der in Europa stationierten US-Streitkräfte. Er lag im Zentrum der Nato-Verteidigungslinie „Fulda Gap“, wo im Ernstfall der erste Angriff der Truppen des Warschauer Pakts befürchtet wurde. Diese Verteidigungslinie verlief vom Raum Herleshausen/Gerstungen im Norden und Bad Neustadt/Mellrichstadt im Süden. Die Stationen verfügten über eine eigene Wasserversorgung, Trafostation, Telefonanschluss und biologische Kläranlage. Frauen aus den nahen Ortschaften wurden als Küchenhilfe eingestellt. Heute ist in Lüderbach nur noch der Beobachtungsturm erhalten.

Altefeld

Landgasthof St. GeorgDas Dorf wurde im Jahre 1326 erstmals urkundlich erwähnt, als Ludwig von Baumbach hersfeldischen Lehnsbesitz im Ort innehatte. Der Ort kam 1432 mit dem Fürstentum Hersfeld an die Landgrafschaft  Hessen und war von 1545 bis 1824 hessischen Lehen der Familie Treusch von Buttlar. Verwaltungsmäßig gehörte der Ort ab 1585 zum landgräflichen Amt Sontra, ab 1818 zum Justizamt Netra und ab 1821  zum Landkreis Eschwege. Die als Diebenritt bekannte karge Hochfläche am Südostrand des Ringgau mit dem Vorwerk Lüstefeld zählte zu den weitläufigen Besitzungen der Treusch von Buttlar- Brandenfels. Bis in das späte 19. Gestütsanlage AltefeldJahrhundert war diese abgelegene Region als Hessisches Sibirien bekannt und diente dem Ackerbau und der Schafhaltung. Im Jahre 1881 erwarb Landgraf Alexis von Hessen, der seinen Wohnsitz auf Schloss Augustenau in Herleshausen hatte, das Gut Altefeld und das Vorwerk Lüstefeld bei Lüderbach zum Ausbau seiner landwirtschaftlichen Betriebe. Alexis war preußischer General der Kavallerie à la suite, er stellte 1888 bereitwillig den Gutshof Altefeld für ein Militärmanöver zur Verfügung, in allen angrenzenden Ortschaften wurden preußische Kavallerieeinheiten untergebracht und über mehrere Wochen fanden DoppelgehöftGeländeübungen statt. Die beteiligten Offiziere und Veterinäre bemerkten dabei die besonderen Klima- und Bodenverhältnisse, sowie die Ruhe und Abgeschiedenheit des Altefeld, die den Anlass für die letzte Hauptgestütsgründung des preußischen Staates bildete. Seit 1913 suchte die Preußische Regierung geeignete Standorte für ein weiteres Gestüt, das Gut Altefeld wurde positiv bewertet. Am 29. Januar 1914 genehmigte das Preußische Abgeordnetenhaus den Ankauf von Denkmal des legendären Hengstes AlchimistAltefeld. Nun wurde durch gezielten Aufkauf und Landtausch eine zusammenhängende Flur von 800 Hektar Größe erworben, sie stammte überwiegend aus dem Besitz von Landgraf Chlodwig von Hessen-Philippsthal-Barchfeld und bestand zu etwa 50 Prozent aus Weideland und Wiesen sowie zu 40 Prozent aus Wald. Die Oberaufsicht für die folgenden Aufbaujahre bis 1918 erhielt Oberlandstallmeister Burchard von Oettingen. Er schuf mit großzügig bereitgestellten staatlichen Mitteln ein komplettes Gestüt nach modernsten Standards der damaligen Zeit. Die Stallungen und zugehörigen Wärterhäuschen wurden weiträumig über die Gestütsfläche verteilt: es gab einen Hengststall für vier Vollbluthengste mit eigenem Wärtergebäude, Deckhallen, Mutterstutenställe, Laufställe für Jungstuten und GestüterhausJunghengste. Zeitgleich entstanden auch die villenartigen Gebäude der Gutsverwaltung – die Residenz des Gutsverwalters wurde als das Schloß besonders prachtvoll ausgestattet. Das Gasthaus St. Georg, eine Schule für die Kinder der Gestütsmitarbeiter, eine Gärtnerei, eine Försterei, eine Schmiede und eine Schäferei um den einstigen Gutshof. Die Stromversorgung sicherte die Wasserkraftanlage der mit einer Turbine ausgestatteten Ölbachmühle. Für die Arbeit auf dem Gestüt konnten Hilfskräfte aus den umliegenden Orten angeworben werden, Landwirte belieferten das Gestüt im Herbst mit Stroh, Futter und Lebensmitteln. Nach Katholische Kirchedem Ersten Weltkrieg übernahm der Landstallmeister Hans Althaus die Leitung des Gestütes bis 1922, ihm folgten Graf Sponeck und Graf Kalnein. Im Februar 1919 wurden die ersten Vollblutstuten aus den Gestüten Graditz und Beberbeck nach Altefeld verlegt. Auch der staatliche Rennbetrieb sowie der Rennstall Preußens aus Hoppegarten ging mitsamt seinem Pferdebestand auf das Altefelder Gestüt über. Die im Gestüt beheimateten Hengste wurden durch weitere Zukäufe aus dem Ausland – stets wertvolle Rennpferde aus den USA, Australien, England, Irland und Frankreich ergänzt. Der Deckbetrieb mit privaten Pferdehaltern aus ganz Deutschland war ein einträgliches Geschäft für das Gestüt.

Markershausen

Gut MarkershausenDer Ort Markershausen, am Fuß der Burgruine Brandenfels in einem von Kalkstein- und Sandsteinfelsen eingefassten Tal, wird erstmalig 1383 indirekt erwähnt und ist seitdem im Besitz der Familie Treusch von Buttlar-Brandenfels. Das spätere Rittergut war vermutlich eine Art Vorwerk der Burg, um die Ernährung der Burginsassen zu sichern. Schon bevor die Burg verlassen wurde, hatte Georg-Oswald Treusch von Buttlar 1632 für den Bau des späteren Herrensitzes gesorgt. Der repräsentative Fachwerkbau des Herrenhauses mit mehreren Wirtschaftsgebäuden, einem Wärterhaus (um 1620) und dem anschließenden parkartigen Kirche MarkershausenGarten entstand im heutigen Erscheinungsbild in der Mitte des 18. Jahrhunderts und wurde vorwiegend von dem ritterschaftlichen Obereinnehmer Georg-Ernst Treusch von Buttlar (1690-1754) gestaltet, aber erst 1786 durch dessen Sohn fertig gestellt. Das Herrenhaus ist ein breitgelagerter Baukörper mit zwei Geschossen und einem abschließenden Mansardendach. Das Untergeschoß ist massiv, das Obergeschoß aus einer Fachwerkkonstruktion. Die rechtwinklig davon abknickende ehemalige Remise wurde 1934 zu einem Wohnhaus Taufsteinumgebaut. Im Innern des lang gestreckten, der Landschaft angepassten Gebäudes sind die zum Teil sehr großen Räume mit Stuckdecken aus dem 18. Jahrhundert verziert. Kachelöfen mit dem Familienwappen im eisengeschmiedeten Unterteil, eine Porträtsammlung der vielverzweigten Familie, Porzellan und eine zum Hof zeigende Uhr aus der Werkstatt des damals bekannten Meisters Johannes Frank aus Wommen ergänzen den Gesamteindruck eines alten Herrenhauses.Das Gut wird von einem Pächter bewirtschaftet, das Herrenhaus und der umgebende Garten von der Familie von Buttlar gepflegt. Der erste Kirchenbau 1743/46 war gemeinsam finanziert durch die Familie der Freiherren Treusch von Buttlar-Brandenfels (Familienzweig Buttlar-Willershausen) und der Gemeinde. Er wurde 1828 unter der Leitung von Johann Friedrich Matthei durch den heutigen, klassizistisch ausgestalteten Buddhistische TempelglockeBau ersetzt. Die darunterliegende Familiengruft wurde anlässlich einer grundlegenden Sanierung 1967 zugemauert. Die 14 Särge waren schon 1958 in das Mausoleum am Ortsausgang Richtung Frauenborn überführt worden. Innenausstattung: Aus Holz gearbeiteter Altar mit darüber stehender Kanzel (noch aus dem Vorgängerbau von 1746). Das Patronatsgestühl ist zweistöckig, bis zur Decke reichend und umfasst den Altarraum von drei Seiten. Es ist schlicht ausgestaltet mit nur einer Abbildung: eheliche Allianzwappen von 1746 des Georg von Buttlar-Brandenfels und der Sophie von Buttlar-Ziegenberg. Der Taufstein weist beeindruckendes Schnitzwerk auf. Er ist eine Stiftung anlässlich der Taufe von Friedrich Treusch von Buttlar 1908. Die Buddhistische Tempelglocke wurde von Wolfgang von Buttlar 1902 von seinem China-Einsatz beim Boxeraufstand als Souvenir mitgebracht, der Kirche geschenkt und 2012 in Kirchenschiff aufgehangen.

Wegpunkte Werra-Burgen-Steig Hessen – Abschnitt 10

Wegpunkte Werra-Burgen-Steig Hessen – Abschnitt 10

WP61    N51°04.4546 E010°08.0587,   Schloss Lüderbach
WP62    N51°04.4672 E010°08.3690,   Grabpyramide
WP63    N51°04.0421 E010°08.6378,   Observation Post India
WP64    N51°03.1347 E010°07.1772,   Altefeld
WP65    N51°02.5660 E010°06.8896,   Rittergut Markershausen
WP66    N51°02.5320 E010°06.2674,   Ruine Brandenfels
WP67    N51°02.4699 E010°05.2321,   Holzhausen
WP68    N51°01.4414 E010°06.6248,   Haltestelle Nesselröden-Raiffeisen

Werra-Burgen-Steig Hessen Abschnittskarte (pdf)
Werra-Burgen-Steig Hessen – Abschnitt 10 (gpx)
Fotoalbum Werra-Burgen-Steig Hessen – Abschnitt 10 (Flickr)

 

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Werra-Burgen-Steig Hessen – Abschnitt 9

Aussichtspunkt Anger

Von Röhrda Schieferstein nach Rittmannshausen

Anreise

Anreise mit dem Pkw zum Parkplatz an der Bundesstraße 7 am Ortseingang von  Rittmannshausen, 37296 Ringgau (Navi-Eingabe: N51°05’17″ E10°07’42″). Weiterfahrt mit Bus 240 bis  Röhrda Sägewerk. Von dort zu Fuß weiter über den Barbarossaweg (X8) bzw. ARS NATURA zum Abschnittsbeginn Schieferstein.

Tourbeschreibung

Zuweg zu X5HDer Abschnitt ist 10 km lang. Am Ortsrand von Röhrda queren Sie die Bundesstraße B7 und folgen den ARS NATURA-Holzwegweisern bergauf. Es dauert nicht lange und Sie treffen auf das Werk der Künstlerin Barbara Magdalena Neuhäuser mit dem Titel „SEIN – ZWEI SEIN – EINS SEIN – GANZ WERDEN“. Kurz darauf präsentiert der Kemptener Markus Elhardt seine Gedanken zum Thema Wiedervereinigung mit dem Titel „Getrennt – Vereint“. An der Kreuzung kurz vor der Schiefersteinhütte erreichen Sie wieder den Werra-Burgen-Steig Hessen. Gemeinsam mit dem ARS NATURA und dem Barbarossaweg X8 weist die Markierung X5 H nach rechts. Inmitten des Waldes stoßen Sie auf „Das Et-Zeichen“ der Künstlerin Serine Weiner. Nach etwa 700 m haben Sie den Waldrand an einer großen Lichtung erreicht. Es sind jeweils nur ein paar Schritte, bis Sie zunächst dem abzweigenden Weg erneut in den Wald folgen und dann wieder nach rechts abbiegen.

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Werra-Burgen-Steig Hessen – Abschnitt 8

Röhrda

Von Eschwege nach Röhrda Schieferstein

Anreise

Anreise mit dem Pkw zum Parkplatz der Haltestelle Röhrda Sägewerk, 37296 Ringgau (Navi-Eingabe: N51°06’06″ E10°03’31″). Weiterfahrt mit dem Bus 240 zum Abschnittsbeginn Stadbahnhof Eschwege.

Tourbeschreibung

Gut FriedrichsruhDer Abschnitt ist 12 km lang. Am Ende der Fußgängerzone biegen Sie nach links in die Marktstraße ab. Kurz vor dem Marktplatz zweigt nach rechts die Kleine Hospitalstraße ab, die im weiteren Verlauf in die Hospitalstraße übergeht und bis zum Hospitalplatz führt. Vor Ihnen befindet sich die Eschweger Klosterbrauerei, zur Rechten die Tourist-Information. Nahe der Fußgängerzone befindet sich das Landgrafenschloss, heute Sitz der Verwaltung. An dieser vorbei, folgen Sie der Breiten Straße und schwenken an der nächsten Kreuzung nach links in die Klosterstraße, die Sie zum Botanischen Garten bringt. Nach dem Durchqueren des LotzenkopfParkgeländes kommen Sie zur Gartenstraße (Durchgangsstraße K3244), die Sie überqueren und Ihren Weg in die Langemarckstraße fortsetzen. Am Ende des Wohngebietes passieren Sie ein Aus- und Fortbildungszentrum der Bundespolizei. Sobald Sie an dem eingezäunten Gelände vorbei sind, zweigt ein Pfad halb rechts ab. Sie überqueren den Cyriakusbach, dann schwenkt der Weg in einem Bogen nach rechts und Sie wandern entlang der Felder, bis nach etwa 650 m links ein Wiesenweg abzweigt. An der schnell erreichten Wegekreuzung biegen Sie nach rechts auf den befestigten Weg ab. Beständig entlang eines kleinen Baches, dem Grötepfuhlsgraben, gelangen Sie zum Gelände des Eschweger Luftsportvereins.

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Werra-Burgen-Steig Hessen – Abschnitt 7

Alter Bahnhof in Eschwege

Von der Hessischen Schweiz nach Eschwege

Anreise

Anreise mit dem Pkw zum Parkplatz am Stadtbahnhof Eschwege, 37269 Eschwege (Navi-Eingabe: N51°11’29″ E10°02’33″). Weiterfahrt mit Bus 235 zum Abschnittsbeginn nach Hitzelrode, Meinhard.

Tourbeschreibung

Wanderportal Hitzelrode. Hier beginnt der 1,7 km lange Zugangsweg zum Werra-Burgen-Steig HessenDer Abschnitt ist 16 km lang. Im Wald führt die Wanderung in einem weiten Bogen oberhalb des Dorfes Hitzelrode herum und gibt bald an mehreren aufeinanderfolgenden Aussichtspunkten den Blick auf den in einem schmalen Talkessel liegenden Ort sowie die sich darum erhebenden Gebirgszüge frei. Bevor Sie die felsigen Aussichtspunkte mit ihren auffälligen Namen besuchen, kommen Sie an einem alten Kalkbrennofen vorbei. Als erster der Aussichtspunkte wird der Wolfstisch erreicht, dann geht es weiter zum Pferdeloch, daran schließt sich die Salzfrau an. Nach gut 700 m wird in einem Kiefernwäldchen eine Blick auf den Weißen Graben über HitzelrodeKreuzung mit einem Rastplatz erreicht. Ignorieren Sie den Wegweiser hier mit dem Hinweis, dass es nach Neueroda noch 2 km nach rechts sind. Sie wandern noch rund 200 m geradeaus bis zu einer kleinen Lichtung, halten sich rechts und knicken dann gleich wieder auf den Pfad scharf rechts ab. Zu sehen sind zahlreiche Grenzsteine, die mit den Kürzeln KH (Kurfürstentum Hessen Kassel) und KP (Königreich Preußen) hier schon im 19. Jh. die Grenzen markierten. Heute markieren sie die Grenzlinie zwischen Hessen und Thüringen. Hoch oberhalb des kleinen thüringischen Dorfes Kella zieht sich der Weg entlang des mit Laubbäumen bewaldeten Wanderportal Hessische Schweiz Werra-Burgen-Steig Hessen Abschnitt 6/7Hanges zum Aussichtspunkt Silberklippe. Kurz vor dem Aussichtspunkt heißt es aufgepasst: Unmittelbar bevor der Weg ein paar Schritte steil nach rechts zur Silberklippe hinaufführt, befindet sich wenige Meter weiter eine Felsspalte, die durch Laub unter Umständen nicht sofort erkennbar ist. Die Blicke schweifen ins Eschweger Becken mit dem Leuchtberg und dessen Bismarckturm, dem Wahrzeichen Eschweges, hin zur Boyneburg, Thüringer Wald und Hainich. Ein unvergesslicher Anblick ist es, wenn sich aus dem mit Nebel gefüllten Eschweger Becken der Leuchtberg wie eine Insel aus einem weißen Meer erhebt. Wenn zudem die Dämmerung hereinbricht und der Bismarckturm in gelblichem Licht erstrahlt, dann wird der Moment zu einem  unvergleichlichen Augenblick!

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Werra-Burgen-Steig Hessen – Abschnitt 6

Ausblick vom Schloss Rothestein

Von Bad Sooden-Allendorf zur Hessischen Schweiz

Anreise

Anreise mit dem Pkw zum Abschnittsende Wanderparkplatz Hitzelrode, 37276 Meinhard (Navi-Eingabe: N51°14’32″ E10°03’27″). Weiterfahrt mit dem Bus 235 zum  Stadtbahnhof, Eschwege. Vom Bahnhof Eschwege weiter mit der Bahn CAN24070 zum Abschnittsbeginn Bahnhof Bad Sooden-Allendorf.

Tourbeschreibung

Wanderportal Abschnitt 6Der Abschnitt ist 12 km lang. Nach dem Überqueren der Werra zweigt ein Fußweg nach rechts entlang der Stadtmauer ab, kurz darauf passieren Sie auf der linken Seite den Kirch- und Bibelgarten St. Crucis. Nach etwa 250 m biegen Sie in Höhe der Kirche und des Friedhofes nach rechts zum Sportplatz ab und wandern den Wiesenweg in unmittelbarer Werranähe entlang. Dieser Streckenabschnitt ist bei Hochwasser unpassierbar. Als Alternative folgen Sie ab dem Friedhof/Sportplatz der Wegemarkierung 5 geradeaus. Nach etwa 2,5 km trifft die Alternativroute kurz vor dem beginnenden Anstieg zu Schloss Rothestein wieder auf die Blick zurück auf die Werrabrückereguläre Streckenführung. Die Wegoberfläche geht von Grasbewuchs in Schotter über; nach einer 90°-Kurve biegen Sie nach rechts auf einen weiteren Wiesenweg ab. Diesem folgen Sie bis zu einem Asphaltweg, auf den Sie erst nach rechts abbiegen, ihn dann aber gleich wieder nach links über den Pfad verlassen. Sie gelangen an einen befestigten Weg mit einem auffällig schönen Haus, der ehemaligen Gärtnerei von Schloss Rothestein. An dem herrlichen Gebäude vorbei beginnt auch schon der Aufstieg zu Schloss Rothestein, wo Sie ab 14 Uhr ein schönes Café erwartet. Über die Zufahrtstraße sind es rund 2 km, der Markierung X5 H folgend, müssen rund 900 m auf steilen, naturbelassenen Pfaden bewältigt werden. Am Ende des steilen Anstieges treffen Sie auf die Zufahrtsstraße zum Schloss. Halten Sie sich links, nach rund 150 m haben Sie das große Schlosstor erreicht.

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Werra-Burgen-Steig Hessen – Abschnitt 5

Gradierwerk Bad Sooden-Allendorf

Von Burg Ludwigstein nach Bad Sooden-Allendorf

Anreise

Anreise mit dem Pkw zum Abschnittsende Parkplatz Bahnhof Bad Sooden-Allendorf, 37242 Bad Sooden-Allendorf (Navi-Eingabe: N51°16’07″ E9°58’09″). Von dort weiter mit dem Bus 220 vom Bahnhof/ZOB, Bad Sooden-Allendorf bis zur Haltestelle Bushaltestelle Ludwigstein (Abschnittsbeginn).

Tourbeschreibung

Wanderportal Abschnitt 5Der Abschnitt ist 17 km lang. Von der Paaschelinde bei Burg Ludwigstein wandern Sie die Zufahrtstraße mit freiem Blick über die umliegenden Wiesen und Felder abwärts und biegen auf den nächsten nach rechts abzweigenden Weg ein. Nach einer Rechtskurve sind es noch rund 80 m, bis Sie auf den Feldweg nach rechts abbiegen und noch einmal einen Blick auf die Burgruine Hanstein werfen können. Der Feldweg geht in einen Wiesenweg über, dem Sie am Ende der Steigung nach links folgen. Bald macht der Weg eine scharfe Rechtskurve (hier steht Blick auf Oberriedeneine Sitzbank) und führt geradeaus ansteigend in den Wald, wo es zunächst nach links auf einem Pfad und wenig später auf einem ebenen Waldweg abermals nach links weitergeht. Der Werra-Burgen-Steig Hessen nähert sich einer Waldlichtung, zur Linken fließt zunächst noch der schmale Rattenbach, um sich bald darauf in den Wiesenflächen zu verlieren. Nach der Lichtung und dessen Kreuzung zweigen Sie rechts hinauf in den Wald ab, hinter Ihnen zeigt sich ein letztes Mal die Ruine Hanstein. Nach ein paar hundert Metern erreichen Sie die Aufstieg zum HellenbergSchutzhütte am Großen Habichtstein. An der Schutzhütte setzt sich die Wanderung nach links bergan fort. Nach gut 100 m halten Sie sich an der Weggabelung rechts. Auf der Höhe des Schüllerskopfes angekommen, folgen Sie dem nach rechts führenden Abzweig für etwa 20 m, um dann dem nach links abknickenden Pfad zu folgen. Der Pfad bringt Sie zu einem Weg und einer davon nur wenige Meter entfernten Kreuzung. Biegen Sie an der Kreuzung sofort wieder rechts ab auf den Forstweg.

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