Kohlhagen

Pfarr- und Wallfahrtskirche Kohlhagen in der Gemeinde Kirchhundem im Sauerland

Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung

Pfarr- und Wallfahrtskirche Kohlhagen in der Gemeinde Kirchhundem im SauerlandDas nach dem Bergsporn Kohlhagen benannte Kohlhagener Land umfasst die Ortsteile Kohlhagen, Brachthausen, Wirme und Emlinghausen. Kohlhagen gehört heute zur Gemeinde Kirchhundem im südlichen Sauerland. Die Ersterwähnung stammt von 1490 in der Stiftungsurkunde einer Vikarie auff dem Berge unser Lieben Frauen genannt dat Havescheid durch die Herren von und zum Bruch. Erst ab 1507 wurde der Ort Kohlhagen genannt. Die Gründung der Vikarie in der damaligen Pfarrei (Kirch-)Hundem, hing zusammen mit den Wallfahrten, die an diesen Ort erfolgten. Wallfahrtsbild war und ist eine spätgotische Pietà aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts.

Innenraum der Pfarr- und Wallfahrtskirche Kohlhagen in der Gemeinde Kirchhundem im SauerlandDie heutige Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung Kohlhagen mit dem Patrozinium St.-Mariae-Heimsuchung (2. Juli) wurde an der Stelle des Vorgängerbaus in den Jahren von 1703 bis 1707 errichtet. Das Bauwerk hat eine reichhaltige Barockausstattung aus der Bildhauerwerkstatt Sasse in Attendorn. Die historische Orgel, die 1745 in der Kirche eingebaut wurde, stammt wahrscheinlich aus der Werkstatt von Johann Henrich Kleine aus dem Kirchspiel Eckenhagen.

Küsterhaus

Westlich der Pfarr- und Wallfahrtskirche befindet sich das 1866 erbaute Küsterhaus. Dort befindet sich heute ein Konvent der Armen Dienstmägde Jesu Christi. Drei Schwestern dieses Ordens betreuen heute Wallfahrtsgruppen und nehmen den Küsterdienst wahr.

Friedhof

Um die Wallfahrtskirche herum ist der Friedhof der Pfarrgemeinde Kohlhagen angelegt. Auf einem besonderen Teil des Friedhofes bestehen vier Kriegsgräber aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges.

Kreuzweg

Ein heute unter Denkmalschutz stehender Kreuzweg wurde 1908 ringförmig um das Kirchengelände angelegt. Als 14. Station erbaute man 1923/24 eine Gedächtniskapelle mit Kriegerehrenmal, dessen Ausführung und Planung durch den Bildhauer Franz Belke aus Grevenbrück erfolgte. Besonderheiten der meisten Stationen sind die Ausgestaltungen mit Quarzsteinen und Schlacken von den nahe gelegenen Erzbergwerken bei Silberg und Varste. Die zwölfte Station mit der Kreuzigungsszene ist ein 3,15 m hohes Holzkreuz. Von den Orten Emlinghausen und Wirme her führt jeweils ein Stationsweg mit den Darstellungen der „Sieben Schmerzen Mariens“ zur Wallfahrtskirche Kohlhagen.

Über Dieter

Nach fast 50 Jahren Berufstätigkeit seit dem 1.10.2012 im Ruhestand. Meine freie Zeit verbringe ich mit Fotografieren, ehrenamtlicher Web-Administration, Desktop Publishing, Digitalisierung von Fonts, Digitalisierung von Hörspielen usw. Daneben interessiere ich mich für Theater und für Kunstgeschichte sowie Geschichte allgemein.
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