Aggertalsperre

Staumauer der Aggertalsperre

Naherholungsziel Aggertalsperre im Oberbergischen Land

Blick auf die AggertalsperreDie Aggertalsperre liegt im Oberbergischen Land zwischen den Städten Gummersbach, Bergneustadt und Meinerzhagen. Sie wurde zwischen 1927 und 1929 erbaut, um den seinerzeit ständig steigenden Energiebedarf decken und die jährlich auftretenden Hochwasserschäden verhindern zu können. Zu Spitzenzeiten waren bis zu 1600 Arbeiter auf der Baustelle beschäftigt. Am 10. Oktober 1928, kurz vor Fertigstellung, stürzte einer der beiden Gießtürme ein, wobei fünf Arbeiter den Tod durch herabstürzende Teile fanden. Gegen Ende der Bauzeit meldete die ausführende Südseite der Sperrmauer der AggertalsperreBaufirma Konkurs an, noch verbleibende Arbeiten wurden von Unternehmen aus der Umgebung ausgeführt. Am 24. Dezember 1928 begann der Probestau, welcher wegen Undichtigkeiten und den daraus resultierenden Abdichtungsarbeiten Anfang September 1929 abgebrochen werden musste. Nach Beendigung der Abdichtungsarbeiten konnte mit dem Einstau am 18. Oktober 1929 begonnen werden. Der Stausee bedeckt eine Fläche von ca. 120 bis 150 ha (abhängig vom Wasserstand), nach anderen Informationen sogar 193 ha. Die Staumauer ist ca. 230 m lang und 45 m hoch. Durch die drei Täler hebt sich der Stausee optisch von vielen anderen Talsperren ab.

Wanderweg entlang der AggerAuf und an dem Stausee sind Segeln, Surfen, Bootfahren, Angeln, Camping und Tauchen möglich. Wanderer kommen an der Aggertalsperre zu jeder Jahreszeit auf ihre Kosten. Eine kleine Rundstrecke von ca. 4 km bei Bredenbruch führt über die Halbinsel Hohe Zinne zwischen den Flussarmen von Genkel und Agger. Darüber hinaus gibt es einen großräumigen Rundwanderweg rund um die gesamte Aggertalsperre. Die idyllische „Rengser Mühle“ mit Restaurant und Café in Bergneustadt-Niederrengse ist vom Parkplatz  an der Staumauer (GPS-Position 51°02.1852 Nord, 007°38.0690 Ost) lediglich 4 km Fußweg entfernt.

Über Dieter

Nach fast 50 Jahren Berufstätigkeit seit dem 1.10.2012 im Ruhestand. Meine freie Zeit verbringe ich mit Fotografieren, ehrenamtlicher Web-Administration, Desktop Publishing, Digitalisierung von Fonts, Digitalisierung von Hörspielen usw. Daneben interessiere ich mich für Theater und für Kunstgeschichte sowie Geschichte allgemein.
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