Um die Hohe Belmicke

Blick auf Belmicke

Rundwanderweg Belmicke – Hecke

Tourbeschreibung

Panorama-Höhenweg BelmickeAusgangspunkt ist der Wanderparkplatz neben der Sankt-Anna-Kirche. Von dort geht es über den Wanderweg A3 am Schwedenkreuz vorbei quer über die Kreisstraße zum Sportplatz (schon in Westfalen). An der Weggabel rechts halten und auf der Höhe vorbei an der Stätte, an der ein Wolfgang Bassen „allhier vom Blitz erschlagen worden ist“. Entsprechend der Wegezeiger die Kreisstraße erneut überqueren und weiter auf dem Rundwanderweg Belmicke – Hecke entlang der Grenze zwischen Rheinland und Westfalen bis zur Straßenkreuzung mit Bank und Wegezeiger oberhalb von Hecke in der Gemeinde Reichshof. Auf dem Panoramaweg bergab kann man bei guter Sicht am Horizont das Siebengebirge erkennen. Am Ortsende von Hecke rechts abbiegen bis zur Wegespinne bei Neuenothe. Weiter am Wasserwerk und später an einer Bank vorbei. Einige Meter hinter der Bank bei einem Wildkirschenbaum halbrechts dann in den schmalen Wanderpfad A3 einbiegen, der bergauf zurück zum Schwedenkreuz führt.

Belmicke

Der Burgberg mit Kirche in BelmickeBelmicke ist eine Ortschaft der Stadt Bergneustadt im Oberbergischen Land und liegt auf der Wasserscheide zwischen den Flusssystemen Lenne/Ruhr und Agger/Sieg. Es bestehen sehr gute Aussichtsmöglichkeiten über das obere Othe- oder das Dörspetal. Bei klarer Sicht reicht der Blick bis zum Siebengebirge und zur Eifel.  Die Belmicke, von welcher der Ort an der Grenze zwischen dem Rheinland und Westfalen seinen Namen hat, entspringt etwa 250 Meter östlich des Schwedenkreuzes. Es ist davon auszugehen, dass Belmicke zwischen dem 5. und 8. Jahrhundert zunächst von Sachsen besiedelt wurde. Das erstes schriftliche Zeugnis über Belmicke ergibt sich aus der Grenzlage: Im Protokoll einer Gerichtsverhandlung von 1533 Das Schwedenkreuz in Belmickewird der Grenzverlauf zwischen dem kölnischen Gericht und Kirchspiel Drolshagen und dem bergischen Amt Neustadt beschrieben. 1561 wurde dann eine Einigung zwischen dem Kurfürsten von Köln und dem Herzog von Cleve-Jülich-Berg über den Grenzverlauf zwischen beiden Herrschaften erzielt. Nach der Beschreibung verläuft die Grenze quer durch Belmicke, denn das dort genannte Wohnhaus steht im Kölnischen. Zusätzliche Brisanz erhielt die Grenzlage, als im Kirchspiel Wiedenest um 1643 die Reformation eingeführt wurde, die Belmicker jedoch katholisch blieben, wie auch das gesamte benachbarte kurkölnische Kirchspiel Drolshagen. Dies hatte eine Annäherung an das Kirchspiel Drolshagen zur Folge, Blick auf Freischladeobwohl die Einwohner des märkischen Teils weiterhin zur Bauernschaft Wiedenest und damit zum Amt Neustadt gehörten. Mit dem Bau der ersten Kirche in Belmicke wurde 1734 auf Initiative des Pfarrers von Drolshagen begonnen. Sie wurde 1736 eingeweiht. Ihr Bau war aus konfessionellen Gründen allerdings nur auf westfälischem (kurkölnischen) Gebiet möglich. Da die Kirche regen Zuspruch aus den umliegenden Dörfern bekam, wurde sie 1839 renoviert und um einen Anbau vergrößert. 1892 wurde die heutige St. Anna Kirche eingeweiht. Sie wurde auf einem Bergsporn oberhalb des alten Standortes auf oberbergischem Gebiet errichtet.

Das Schwedenkreuz erinnert an Peter Butz, seinerzeit Stadtkämmerer von Drolshagen. Er trat den Schweden im Dreißigjährigen Krieg vor der Stadt entgegen, um sie von Plünderei und Notzucht abzuhalten und wurde hier am Rand der alten Höhenstraße zwischen Köln und Olpe am 8. Juni 1635 von den Plünderern erschossen.

Hecke

Malerisches Fachwerkhaus in HeckeHecke, das Zwischenziel des Rundwanderwegs, ist ein Ort von insgesamt 106 Ortschaften der Gemeinde Reichshof im Oberbergischen Land und wurde 1598 das erste Mal urkundlich erwähnt: Bei den Pacht- und Rentengeldern der Eckenhagener Kirche sind auch Einnahmen vor der Hecken genannt. Wahrscheinlich ist der in der Mercatorkarte von 1575 genannte Ort „Honnerfluhe“ in „vor der Hecken“ umbenannt worden.

Wegpunkte Rundwanderweg Belmicke – Hecke

Rundwanderweg Belmicke - Hecke

WP01   N51°01.4964 E007°43.6596,   Wanderparkplatz Sankt-Anna-Kirche
WP02   N51°01.4430 E007°43.8677,   Schwedenkreuz
WP03   N51°01.5259 E007°44.2109,   Wegezeiger Rundweg A2 oberhalb Sportplatz
WP04   N51°01.3412 E007°43.8762,   Wegzeiger Rundweg Belmicke-Hecke
WP05   N51°00.6317 E007°43.5737,   Wegespinne im Wald, Wegzeiger Hecke
WP06   N51°00.3389 E007°43.2585,   Straßenkreuzung, Bank mit Wegzeiger Hecke
WP07   N51°00.5534 E007°42.8152,   Wegkreuz Hecke, rechts abbiegen
WP08   N51°00.8318 E007°42.9317,   Wegespinne Neuenothe
WP09   N51°00.8551 E007°43.1466,   Wasserwerk Waldbauernverband Neuenothe
WP10   N51°00.8975 E007°43.1806,   Wanderpfad A3, halbrechts abbiegen
WP11   N51°01.4430 E007°43.8677,   Schwedenkreuz

Rundweg Belmicke-Hecke (gpx)
Fotos Rundweg Belmicke-Hecke

Über Dieter

Nach fast 50 Jahren Berufstätigkeit seit dem 1.10.2012 im Ruhestand. Meine freie Zeit verbringe ich mit Fotografieren, ehrenamtlicher Web-Administration, Desktop Publishing, Digitalisierung von Fonts, Digitalisierung von Hörspielen usw. Daneben interessiere ich mich für Theater und für Kunstgeschichte sowie Geschichte allgemein.
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Eine Antwort auf Um die Hohe Belmicke

  1. Hans Gerd Menne, Belmicke sagt:

    Hallo Dieter,
    einen schönes dank für den Bericht und Bilder über den schönes Wanderweg hier auf der Hohen Belmicke.
    Ich freue mich immer, wenn unser kleiner Ort mit der großen Natur so schömn beschrieben wird.
    Vielen Dank
    HG Menne

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